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Ruf Ingenieure GbR

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Energieeffizienz



RUF INGENIEURE steht für energieoptimiertes Bauen, d.h. wir sehen in einer Erhöhung der Energieeffizienz eine sehr wirksame Maßnahme, um Kosten zu sparen und das Klima zu schützen. Um diese Energieeffizienzsteigerung zu erreichen ist für uns der klimagerechte Entwurf eines Gebäudes von zentraler Bedeutung.

Die Kunst des klimagerechten Entwurfs besteht darin, am jeweiligen Standort einen vernünftigen Kompromiss zwischen baulichen und technischen Maßnahmen zu finden!

Der langjährige Ordinarius für Bauphysik an der Universität Stuttgart, Prof. Dr.-Ing. Gertis, hat die Hauptsätze des klimagerechten Entwurfs formuliert:

1. Zuerst klimagerecht bauen, dann bauwerksgerecht klimatisieren!

Zuerst müssen alle baulichen Register gezogen werden und nur wenn mit diesen kein behagliches Innenklima erzielt werden kann, dürfen technische Anlagen eingesetzt werden. Der technische Ausbau eines Gebäudes ist also hinter dem klimagerechten Entwurf zurückgesetzt. Wenn man an die Stichworte Nachhaltigkeit und Kosten denkt, ist dieser Hauptsatz sehr einleuchtend.

2a. Zuerst Verluste minimieren, dann Solargewinne maximieren! Bilanz machen! (Winter)

Wir möchten Gebäude so entwerfen, dass sie insgesamt möglichst wenig Energie, d.h. am besten gar keine mehr, verbrauchen. Die Gebäudeenergiebilanz zeigt eindeutig, dass die solare Gewinnmaximierung gegen die Verlustminimierung nachrangig ist. Im mitteleuropäischen Klima ist ein optimaler Wärmeschutz, d.h. eine hohe Wärmedämmung, wichtiger als Solartechnik.

2b. Innen tagsüber nie wärmer als außen! (Sommer)

Wenn ein Gebäude klimagerecht entworfen wurde, darf es in seinem Inneren tagsüber nie wärmer werden als außen. Zum Beispiel darf es bei einer Außentemperatur von 31 °C auch im Gebäudeinneren so warm sein, aber nicht wärmer.

3. Dämmschichten raus, speichernde Schichten rein!

Sind in einem Klimagebiet Dämmschichten und speichernde Schichten in Außenbauteilen notwendig, dann müssen die Dämmschichten in der Regel außenseitig und die speichernden Schichten innen angeordnet werden.

4. Gebäude-Hauptfassaden nach Süden und Norden orientieren!

Südfassaden weisen im Sommer keine große Einstrahlung und damit keine große Kühllast auf, weil die Sonne um die Mittagszeit steil im Zenit steht und Südflächen nur tangierend trifft. Im Winter dagegen, wenn solare Energielieferung erwünscht ist, steht die Sonne tiefer und trifft dann fast senkrecht auf die Südfenster. Die Nordfassade erzielt zwar keine solaren Energiegewinne, gewährleistet wegen der diffusen Strahlung aber eine optimale Raumausleuchtung.
Ost-West-Orientierungen sind möglichst zu vermeiden, da sie wegen des tiefen Sonnenstandes am Vormittag und am Nachmittag im Sommer eine starke Einstrahlung erfahren.



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